Schulpolitischer Dialog: Austausch mit Schulleitungen zu aktuellen Reformen

31.03.2025

Bereits zum fünften Mal lud der Landtagsabgeordnete Jonathan Grunwald die Schulleitungen aus dem südlichen Rhein-Sieg-Kreis zum schulpolitischen Dialog ein. Beim direkten und schulformübergreifenden Austausch standen zentrale bildungspolitische Neuerungen in Nordrhein-Westfalen im Mittelpunkt. Jonathan Grunwald, Mitglied des Schulausschusses und Sprecher der CDU-Landtagsfraktion für die Enquetekommission „Chancengleichheit in der Bildung“, betonte die Bedeutung solcher Gespräche: „Der beste Ort für Bildungspolitik ist das Gespräch mit denjenigen, die Verantwortung in unseren Schulen tragen, unseren Kindern Lesen, Schreiben, Rechnen und noch vieles mehr beibringen und tagtäglich daran arbeiten, dass unser Land eine gute Zukunft hat.“

Beraten wurde unter anderem die geplante Änderung des Schulgesetzes sowie die Reform der gymnasialen Oberstufe, die ab dem Schuljahr 2026/27 greift. Mit der Einführung eines fünften Abiturfachs und neuen Prüfungsformaten – etwa Präsentationsprüfungen oder einer „Besonderen Lernleistung“ – sollen individuelle Stärken besser berücksichtigt und studienrelevante Kompetenzen stärker gefördert werden. Die Projektkurse werden dabei aufgewertet und erhalten eine zentrale Rolle in der Vorbereitung auf die neuen Formate. Auch die Neuausrichtung der Grundschulbildung war Thema: Zur gezielten Stärkung der Basiskompetenzen in Deutsch und Mathematik werden diese Fächer in der Schuleingangsphase künftig klar im Stundenplan verankert. Der bisherige Förderunterricht entfällt – stattdessen soll individuelle Förderung im Unterricht durch innere und äußere Differenzierung erfolgen, um alle Kinder gleichermaßen zu unterstützen.
Ergänzt wurde die Diskussion durch die neuen Leitlinien zur Handynutzung an Schulen. Die Schulen sind aufgefordert, bis Herbst 2025 verbindliche, altersgerechte Regeln im Rahmen eines partizipativen Prozesses zu entwickeln. Während viele Schulen hier bereits gut aufgestellt sind, zeigten die Rückmeldungen, dass insbesondere Fragen der praktischen Umsetzung, elterlichen Kommunikation und rechtlichen Sicherheit weiterhin relevant sind.

Jonathan Grunwald bedankt sich bei allen Anwesenden für den offenen Austausch und kündigte an, die Hinweise und Erfahrungen aus dem Schulalltag aktiv in die parlamentarische Arbeit und den weiteren Dialog mit dem Schulministerium einzubringen. Und zum Abschluss hielt er noch eine besondere Überraschung parat und kündigte für den nächsten schulpolitischen Dialog nach den Sommerferien die Teilnahme der NRW-Schulministerin Dorothee Feller an.